So war sie, die „Ur-Zeit“: TT-Training im Gasthaus

Es war eine Art Gründer-Zeit, die frühen Sechziger. Und so kam es, dass trotz Bestehens einer Tischtennissektion bei der DSG und auch einer Sektion bei der Werkssportgemeinschaft des damaligen Ferlacher Leitbetriebes KESTAG eine Handvoll SCler der ersten Stunde auf die Idee kamen, der gerade erst geborene neue Verein könnte durchaus auch noch eine Tischtennissektion vertragen.

Gesagt, getan: Noch am 15. Mai stellte sich der Ferlacher Graveur Hans Obiltschnig mit dem Fachschüler Joachim Unger an die Spitze der neuen SCF-Sektion. Während aber die DSG-Spieler im Pfarrhof einen bequemen, nahezu jederzeit benutzbaren Trainingsraum hatten, mussten die SCF-Spieler ins Gasthaus: Im heute nicht mehr existierenden Gasthaus Struger in der Loiblstraße wurde uns Exil gewährt. Die Umgebung muss uns gefallen haben, übersiedelten wir doch, zu Trainingszwecken wohlgemerkt, später ins Dollicher Gasthaus Neuwirth, um schließlich im Gasthof Scholz doch einigermaßen sesshaft zu werden.

Der SC Ferlach hatte jedenfalls schon damals ein Herz für Frauen: Als einziger der drei Vereine boten wir auch Mädchen die Gelegenheit, sich mit dem Tischtennisschläger zu messen. Gespielt haben damals – im übrigen gar nicht so schlecht - zum Beispiel Renate Ribitsch, Anita Markitz und Karin Schrott sowie neben den schon erwähnten Sektionsleitern noch die Männer Hans Schlemitz, Herbert Streitmaier und Walter Perkounig.

Die Idee, auch in dieser Sektion des SC Ferlach Frauen und Männern – das Wort Gendering kannte man damals noch nicht - die gleichen Möglichkeiten zu geben, hielt Tischtennis auch dank einer Fusion mit der WSG KESTAG bis 1971 am Leben. Dann strichen wir die Segel, um nicht länger mit der in der Zwischenzeit schon sehr erfolgreich gewordenen DSG in Konkurrenz zu treten. Eine Einsicht, die man nicht so oft findet...

 

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